Abschlussveranstaltung zum Projekt Leading Nurse
Mit 120 Gästen haben wir am 12. Februar 2026 den Abschluss unseres Leuchtturmprojektes „Leading Nurse“ im Hotel Residenzschloss gefeiert. Als Vortragende zu Gast waren Prof. Dr. Heinz Rothgang von der Universität Bremen/SOCIUM, Judith Hantl-Merget, Mitglied der Geschäftsleitung und Pflegedirektorin der RoMed Kliniken Rosenheim und Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach, Professorin i.R. für Ethik in Gesundheit und Pflege. Die renommierten Referent*innen sprachen in ihren Vorträgen darüber, wie dringend notwendig Veränderungen in den Einrichtungen der stationären Altenpflege sind, um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken. Prof. Dr. Heinz Rothgang hat in seinem Vortrag „Kompetenz als Fundament professioneller Pflege“ deutlich gemacht, dass Projekte wie „Leading Nurse“ zentral sind, um die Voraussetzungen zur Umsetzung der neuen Personalmessung (PeBeM) in der stationären Altenpflege zu schaffen. Judith Hantl-Merget sieht im Projekt „Leading Nurse“ die Umsetzung einer neuen Führungskultur, die auf Vertrauen statt auf Kontrolle setzt. Dies machte sie in ihrem Vortrag „Pflege neu denken, Strukturen neu gestalten“ deutlich. Auf Vertrauen als Basis für professionelles und menschliches Handeln in Pflegeberufen ging auch Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach in ihrem Vortrag „Haltung als Grundlage verlässlicher Pflegebeziehungen“ ein.
Grußworte sprachen Micheal Endres (Diözesan-Caritasdirektor und Vorstandsvorsitzender Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg), Judith Gerlach (Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention), Emmi Zeulner (Mitglied des Bundestages) und Jonas Glüsenkamp (Zweiter Bürgermeister der Stadt Bamberg). Sie dankten dem Träger für die mutige Initiierung und Umsetzung des Projektes in 16 Einrichtungen und für die Veränderungsbereitschaft der Pflegekräfte vor Ort. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Journalistin und Moderatorin Mirjam Kottmann.
Friederike Müller, Geschäftsführerin der Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde, betonte in ihrer Rede, dass die Einführung einer neuen Pflegeorganisation viele positive Veränderungen in die stationären Altenhilfeeinrichtungen gebracht hat. „Wir haben viel bewegt und ganz besonders den pflegebedürftigen, auf Hilfe und Unterstützung angewiesenen Bewohner in den Mittelpunkt gestellt“, sagte Müller. „Wir haben die Eigenverantwortung unserer Mitarbeitenden gestärkt und Verantwortung da verankert, wo sie fachlich sinnvoll ist.“ Die Erhebungen der Evangelischen Hochschule Nürnberg im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung zeigen, dass die Zufriedenheit von Mitarbeitenden, Bewohnerinnen und Bewohnern und Angehörigen seit Einführung der neuen Pflegeorganisation gewachsen ist.
In einer Podiumsdiskussion diskutierten Expertinnen aus der Praxis über die Pflege der Zukunft und die Voraussetzungen, die dafür nötig sind. Rita Zöllner, Präsidentin der Vereinigung der Pflegenden Bayern, sagte deutlich in Richtung der anwesenden politischen Vertreter*innen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention, dass es Folgeprojekte dringend braucht, um „Leading Nurse“ und ähnliche Projekte weiterzuentwickeln. Sie wünsche sich eine deutschlandweite Blaupause, um die Pflege mit Struktur, Qualifikation und Management nachhaltig zukunftsfähig zu machen.“
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