Die generalistische Pflegeausbildung
13. März 2021
Aus 3 mach 1: Die generalistische Ausbildung deckt alle Pflegebereiche ab
Mit dem Pflegeberufegesetz entsteht ein neues Berufsbild durch die Zusammenführung der drei bisherigen Pflegefachberufe in den Bereichen der „Altenpflege“, „Gesundheits- und Krankenpflege“ und „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“. Die neue, generalistische Pflegeausbildung befähigt die Auszubildenden zur Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen. Damit stehen diesen Auszubildenden im Berufsleben bessere Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten offen. Aufgrund der automatischen Anerkennung des generalistischen Berufsabschlusses gilt dieser auch in anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
Weitere Informationen zum Pflegeberufegesetz: hier .
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau dauert drei Jahre als Vollzeitausbildung.
Auf Antrag kann die Ausbildung verkürzt werden, indem eine andere erfolgreich abgeschlossene Ausbildung oder erfolgreich abgeschlossene Teile einer anderen Ausbildung im Umfang ihrer Gleichwertigkeit auf bis zu zwei Drittel der Ausbildungsdauer angerechnet werden. Bei der Weiterqualifizierung von ausgebildeten Helfern und Helferinnen in der Pflege kann die Ausbildungsdauer verkürzt werden.
Die Ausbildung ist auf Antrag um ein Drittel ihrer Dauer zu verkürzen bei einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung in Assistenz- und Helferberufen der Pflege, die bestimmten Mindestanforderungen genügt, die von den Konferenzen der Arbeits- und Sozialminister bzw. der Gesundheitsminister der Länder festgelegt wurden. Dieselben Rahmenbedingungen gelten auch für die Ausbildungen zur Altenpflegerin und zum Altenpfleger bzw. zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger.
Wie läuft die generalistische Ausbildung ab?
Der 19-jährige Felix erklärt im nachfolgenden Video wie seine Ausbildung zur Pflegefachkraft abläuft. Ein Lieblingsfach hat er nicht, denn die generalistische Ausbildung ist in Lerneinheiten gegliedert. Es bereitet ihm Spaß eine anspruchsvolle Ausbildung zu durchlaufen. Die "Träger der Ausbildung", wie beispielsweise die Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde, sorgen mit ihrem Beratungsteam und Ausbildungsverantwortlichen für einen strukturierten Einsatz an den verschiedenen Lernorten . Nach der Ausbildung erwarten Felix viele Perspektiven in den Weiterbildungsmöglichkeiten.
Mach es wie Felix - Mache Karriere als Mensch!
Aufnahmevoraussetzungen
• Mittlerer Bildungsabschluss • oder Mittelschulabschluss und anschließende mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung • oder erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in Pflegefachhilfe
Alles nach Plan - der Rahmenausbildungsplan
Im Pflegeberufegesetz gehört es zu den explizit benannten Aufgaben des Trägers der praktischen Ausbildung, einen Ausbildungsplan zu erstellen, auf dessen Grundlage die Ausbildung inhaltlich und zeitlich strukturiert erfolgt. Der Ausbildungsplan ist Teil des Ausbildungsvertrages und mit dem Lehrplan der Schule abzustimmen. Die Ausbildung an allen Einsatzorten der praktischen Ausbildung – nicht nur beim Träger der praktischen Ausbildung – muss dem Ausbildungsplan folgen.
Eine Fachkommission erstellt neben einem Rahmenlehrplan für die Pflegeschulen auch einen Rahmenausbildungs-plan für die praktische Pflegeausbildung. Dieser hat empfehlende Wirkung und ist als Unterstützung für die ausbildenden Einrichtungen gedacht. Auch eventuell vorhandene Rahmenausbildungspläne des Landes sind bei der Gestaltung der praktischen Ausbildung zu berücksichtigen.
Was ist der "Träger der Ausbildung"?
Zur Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz gehören Einsätze in verschiedenen Ausbildungseinrichtungen (Krankenhäuser, Pflegeheime, ambulante Dienste etc. ). Mit dem Begriff „Träger der praktischen Ausbildung“ wird die Einrichtung bezeichnet, die den Ausbildungsvertrag mit dem oder der Auszubildenden abschließt und damit die Verantwortung für die praktische Ausbildung übernimmt.
Die Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde
Ein starkes Netzwerk für Senioren, Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche in der Region - das ist die Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde. Sie bündelt und stärkt die Dienste und Einrichtungen in ihrer Trägerschaft. Gleichzeitig konzentriert sie sich in ihrer Rolle als Dienstgeber ganz auf die Entwicklung und Förderung der rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Hier geht's zu der Ausbildung bei der Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde.
Beitrag Teilen

Große Freude herrschte beim erfolgreichen Abschluss der elften Leading-Nurse-Qualifizierung: Sechs Pflegefachkräfte erhielten am 30. September im Pflegezentrum St. Elisabeth in Forchheim ihre Zertifikate. Hinter ihnen liegt eine intensive und lehrreiche Qualifizierungszeit, in der sie ihr fachliches Wissen vertieften, neue Kenntnisse für ihre Arbeit gewonnen und sich mit den Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten in der Pflege auseinandersetzen konnten. Konkrete Ideen und Ansätze für den Pflegealltag Die Teilnehmenden aus den Pflegeeinrichtungen St. Otto und St. Walburga in Bamberg, St. Ludwig in Ansbach, St. Otto in Hof und St. Elisabeth in Hollfeld präsentierten zum Abschluss ihre im Rahmen der Qualifizierung entwickelten Praxisarbeiten. Dabei stellten sie konkrete Ideen und Ansätze vor, die sie erarbeitet haben, um ihr neu erworbenes Wissen gezielt in den Pflegealltag einzubringen. Die Präsentationen machten deutlich, wie wichtig engagierte und qualifizierte Pflegefachkräfte für die Weiterentwicklung der Pflege und die Gestaltung zukunftsorientierter Arbeitsprozesse sind. Gratulation auch vom Träger Im Anschluss an die Präsentationen wurde der erfolgreiche Abschluss gemeinsam mit den Pflegedienstleitungen der Einrichtungen gefeiert. In Erleichterung und freudiger Stimmung bot sich auch Vertreterinnen des Trägers die Gelegenheit, den Teilnehmerinnen zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Mit ihren neuen Kenntnissen und Ideen sind die sechs Pflegefachkräfte nun gut darauf vorbereitet, wertvolle Impulse in ihre Einrichtungen einzubringen und die Pflegepraxis aktiv mitzugestalten.

Zum 1. Januar 2027 stellt sich die Geschäftsführung der Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde neu auf: Tanja Blahuschek und Thomas Hergt übernehmen dann gemeinsam die Leitung der 100%-tigen Tochter des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg e. V.. Die amtierende Geschäftsführerin Friederike Müller geht zum neuen Jahr in den Ruhestand. In der neuen Doppelspitze verantwortet Thomas Hergt den kaufmännischen Bereich, während Tanja Blahuschek das operative Geschäft in den Einrichtungen leitet. Mit der neuen Führungsstruktur verbindet die Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde (Caritas gGmbH), die u. a. 32 Einrichtungen in der gesamten Erzdiözese betreibt, wirtschaftliche Steuerung und fachlich-pflegerische Kompetenz auf Augenhöhe. Ziel ist es, das Unternehmen angesichts wachsender gesellschaftlicher, personeller und wirtschaftlicher Herausforderungen zukunftssicher weiterzuentwickeln und zugleich die hohe Qualität seiner Angebote und Leistungen sicherzustellen. Fachliche Qualität und zukunftsfähige Strukturen Tanja Blahuschek bringt langjährige Führungs- und Managementerfahrung in der Sozialwirtschaft in ihre neue Position mit. Als Einrichtungsleitung steuerte sie unter anderem die Geschicke des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Martin in Bayreuth. Darüber hinaus verfügt sie über Erfahrungen in weiteren Bereichen der sozialen Arbeit und ist innerhalb der Caritas gut vernetzt. In ihrer neuen Rolle wird sie insbesondere das operative Geschäft der Caritas gGmbH verantworten. „Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Menschen, die unsere Angebote und Unterstützung in Anspruch nehmen. Mir ist aber auch wichtig, dass wir die Vielfalt unserer Einrichtungen und Arbeitsbereiche als Stärke begreifen. Auf der Basis christlicher Werte möchte ich die fachliche Qualität unserer Angebote weiterentwickeln, gute Arbeitsbedingungen fördern und innovative Antworten auf die Herausforderungen in den vielfältigen Tätigkeitsfeldern der Caritas gGmbH finden“, so Blahuschek. Thomas Hergt verfügt über langjährige Management- und Geschäftsleitungserfahrung im Gesundheits- und Sozialwesen sowie umfassende Erfahrung in der wirtschaftlichen und strategischen Weiterentwicklung sozialer Unternehmen. Als Prokurist und kaufmännischer Leiter der Caritas gGmbH bringt er bereits heute umfassende Verantwortung für die wirtschaftliche Steuerung des Unternehmens mit. In seiner neuen Funktion wird er insbesondere die wirtschaftliche Führung und nachhaltige Weiterentwicklung der Caritas gGmbH verantworten. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und darauf, die Caritas gGmbH gemeinsam mit allen Mitarbeitenden und Führungskräften weiterzuentwickeln“, sagte Thomas Hergt. Wirtschaftliche Stabilität und der soziale Auftrag der Caritas gGmbH würden für ihn untrennbar zusammengehören. „Mein Ziel ist es, verlässliche und zukunftsfähige Strukturen zu schaffen, um unseren Teams attraktive und sichere Arbeitsplätze zu bieten und damit auch künftig unsere Verantwortung für die Menschen, die wir begleiten und unterstützen, dauerhaft zu erfüllen.“ Schnelle Entscheidungen Die beiden Geschäftsführungsmitglieder berichten an den Vorstand des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg e. V. (DiCV Bamberg). Sie sollen die zukünftige strategische Ausrichtung der Caritas gGmbH gemeinsam vorantreiben. Klar geregelte Zuständigkeiten sollen schnelle Entscheidungen ermöglichen und zugleich sicherstellen, dass wirtschaftliche und fachliche Perspektiven eng miteinander verwoben werden. Enge Zusammenarbeit mit DiCV Bamberg „Wir verstehen die Doppelspitze als gemeinsame Verantwortung für die Caritas gGmbH. Kaufmännische Stabilität, fachliche Qualität, die Einbindung der Anliegen der Einrichtungsleitungen sowie eine enge Zusammenarbeit mit der Mutterorganisation, dem DiCV Bamberg, gehören untrennbar zusammen. Wir freuen uns darauf, die Caritas gGmbH gemeinsam mit der neuen Geschäftsführung und den Mitarbeitenden erfolgreich in die Zukunft zu führen“, sagte Michael Endres, Caritasdirektor und Vorstandsvorsitzender des DiCV Bamberg. „Dafür konnten wir mit Tanja Blahuschek und Thomas Hergt zwei erfahrene Persönlichkeiten gewinnen.“ Die Doppelspitze schaffe eine klare Aufgaben- und Kompetenzverteilung. Das stärke zugleich die gemeinsame strategische Führung des Unternehmens. „Wir wünschen beiden einen erfolgreichen Start und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so Endres weiter. Dank an Friederike Müller Die amtierende Geschäftsführerin Friedrike Müller geht nach insgesamt knapp 20 Dienstjahren zum 1. Januar 2027 in den wohlverdienten Ruhestand. In ihrer langjährigen Tätigkeit für die Caritas hat sie den Verband und später die im Jahre 2019 aus dem DiCV Bamberg ausgegründete Caritas gGmbH in unterschiedlichen Funktionen mitgeprägt – zunächst als „Bereichsleitung trägereigene Einrichtungen“ und zuletzt, seit sieben Jahren, als Geschäftsführerin der Caritas gGmbH. Dort war Müller insbesondere am Aufbau des Unternehmens maßgeblich beteiligt und gestaltete dessen Weiterentwicklung bis heute nachhaltig mit. Michael Endres, dankt Friederike Müller im Namen des Vorstands des DiCV Bamberg ausdrücklich für Ihren langjährigen Einsatz, die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die erfolgreiche fachliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung des Unternehmens. „Im Namen des gesamten Vorstands danken wir, Ursula Kundmüller und ich, herzlichst für ihren außerordentlichen Einsatz und die erfolgreiche Arbeit in den vergangenen Jahren. Sie haben die Caritas gGmbH mit großer fachlicher Kompetenz, persönlichem Engagement und einem klaren Blick für die Bedürfnisse der Menschen geprägt. Unter ihrer Führung wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das Erreichte sind wir sehr dankbar und wünschen ihnen für ihren neuen Lebensabschnitt von Herzen alles Gute.“

Rund 70 Personen machten sich zum diesjährigen Schwesternausflug gemeinsam auf den Weg nach Kulmbach. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren ungefähr 60 Ordensschwestern sowie weitere Gäste, darunter Diözesen-Caritasdirektor Michael Endres, Geschäftsführerin Friederike Müller, Domvikar und Aufsichtsratsvorsitzender Gerd-Richard Neumeier, Angelina Gebhardt, Elke Zeck und Birgit Kratzer. Der Ausflug begann in Bamberg mit der gemeinsamen Fahrt nach Kulmbach. Dort angekommen, stand zuerst ein Besuch im Gewürzmuseum auf dem Programm. In aufgeteilten Gruppen erhielten die Gäste interessante Einblicke in die Welt der Gewürze. Dabei erfuhren sie unter anderem, welche Bedeutung Gewürze früher hatten, wie sie gehandelt und auf welchen Wegen sie transportiert wurden. Im Anschluss ging es zum gemeinsamen Mittagessen. Bei einem gemütlichen Beisammensein konnten sich alle Anwesenden stärken. Die gute Stimmung begleitete die Gruppe dabei durch den gesamten Tag. Mit neuer Energie führte der nächste Programmpunkt zur Plassenburg. Mit dem Shuttlebus ging es hinauf zur historischen Anlage. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zeigte sich auch das Wetter von einer guten Seite. Während einer Führung erhielten die Besucher interessante Informationen über die Geschichte der Burg. Die fröhliche und herzliche Atmosphäre sowie das tolle Wetter trugen dazu bei, dass der Tag für alle eine schöne gemeinsame Zeit wurde.Zum Abschluss des gemeinsamen Tages feierten alle Beteiligten einen Gottesdienst mit Domvikar Gerd-Richard Neumeier. Als eine schöne Erinnerung erhielt anschließend jede Schwester einen Rosenkranz. Bei einem kleinen Snack konnten sich alle noch einmal für die Heimreise stärken. Der Schwesternausflug ist ein herzliches Dankeschön an die Ordensschwestern, die viele Kilometer von ihrer Heimat zurückgelegt haben, um in den Einrichtungen der Caritas für ältere und pflegebedürftige Menschen da zu sein. Mit ihrem Dienst schenken sie den Bewohnerinnen und Bewohnern Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe und haben dabei selbst ein zweites Zuhause gefunden.
Mit einem Festakt wurde am 9. September 2026 im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Martin in Bayreuth die Ankunft der ersten indischen Schwestern in der Erzdiözese Bamberg vor 60 Jahren gefeiert. Am 8. September 1966 kamen sechs Schwestern des Ordens Sisters of Mary Immaculate am Flughafen in Nürnberg an und sollten von da an die Pflege in Altersheimen der Erzdiözese und speziell in Bayreuth übernehmen. Insgesamt haben in 60 Jahren über 80 Schwestern des Ordens im Bayreuther Pflegeheim nach dem Leitbild „Dienen statt Verdienen“ gewirkt. Den Festgottesdienst zum Jubiläum feierte Erzbischof Herwig Gössl mit 20 Schwestern des Ordens, Geistlichen aus der Region, Vertretern der Stadt Bayreuth und Vertreterinnen und Vertretern der Caritas. Gäste waren unter anderem die stellvertretende Diözesan-Caritasdirektorin Ursula Kundmüller, die Geschäftsführerin der Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde, Friederike Müller, Heimleiterin Tanja Blahuschek und Regionaloberin Sr. Vinaya Thottathil. Aus Indien waren eigens zwei hochranginge Schwestern angereist, um mit ihren Ordensschwestern zu feiern und gemeinsam feierliche indische Tänze aufzuführen. In den Festreden wurde an die ersten Jahre der Schwestern in Bayern erinnert: Sie waren zwischen 25 und 35 Jahre alt und ausgebildete Krankenschwestern und Hebammen. Als erste ausländische Ordensfrauen übernahmen sie in Bayern eine karitative Tätigkeit. „Wir sind nicht gekommen, ein fremdes Land kennenzulernen“, betonte Oberin und spätere Heimleiterin Sr. Pieta damals bei der Ankunft 1966. „Wir freuen uns darauf, alte Menschen betreuen zu können.“ Auch heute wirken noch acht Schwestern des Ordens im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Martin in Bayreuth. Ein zentraler Teil hierbei liegt somit auf der personellen Begleitung durch die Ordensschwestern auf dem letzten Lebensweg der ihnen anvertrauten Bewohnerinnen und Bewohner. Wer möchte, erfährt auch Unterstützung im gemeinsamen Gebet. Der Orden indischer Herkunft trägt zudem auch einen Teil der erwünscht hohen interkulturellen Diversität im Personal bei. Im Bayreuther Stadtbild sind die indischen Pflegerinnen sehr beliebt und bekannt als die „Weiß-Blauen Schwestern“, was sich auf die Farbe ihrer Tracht bezieht. Zur Historie: Nach ihrer Ankunft am 8. September 1966 in Nürnberg wurden die Ordensschwestern für zehn Monate im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Vierzehnheiligen untergebracht, um sich an die klimatischen Verhältnisse und die deutsche Kultur zu gewöhnen. Außerdem sollten sie dort ihre Deutschkenntnisse ausbauen. Im Anschluss absolvierten die Schwestern ein Praktikum im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Forchheim. Während sie sich mit der Betreuung alter Menschen (in Indien pflegen in der Regel die Familien die Senioren selbst) und der Führung eines Altenheimes vertraut machten, fanden sie sowohl bei den Heimbewohnern als auch bei ihren deutschen Mitschwestern vom Orden der „Schulschwestern Unserer Lieben Frau“ bald großen Anklang. Die Oberin konnte nur Positives über ihre Praktikantinnen berichten und lobte insbesondere ihr freundliches Wesen, ihre gute Laune und ihre Anpassungsfähigkeit. Den Bewohnerinnen und Bewohnern brachten sie Abwechslung, denn sie konnten interessante und unbekannte Geschichten aus ihrer Heimat erzählen. So erhielten sie erste Einblicke in die Praxis. Nach dem Praktikum schloss sich eine 18-monatige Schulung an der Altenpflegeschule im Pius-Maria-Heim in München an. Nachdem das Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Martin in Bayreuth 1969 eröffnet wurde, übernahmen die Schwestern die Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner und Ordensschwester Pieta die Leitung des Hauses.

Ein Zuhause für gelebte Gemeinschaft und christliche Nächstenliebe: In Hallstadt wurde am 6. August die neu gegründete Schwesternklausur der aus Indien stammenden Assisi Sisters of Mary Immaculate feierlich eingeweiht und gesegnet. Die Klausur befindet sich in einem Wohnhaus im Ortskern von Hallstadt nahe des Caritas-Seniorenzentrums St. Kilian. Die beiden neuen Ordensschwestern Sr. Shelma und Sr. Shiga wurden in ihrem neuen Zuhause von Vertretern der Stadt Hallstadt und der Caritas herzlich willkommen geheißen. Sie werden im Caritas-Seniorenzentrum St. Kilian in der Pflege tätig sein und dort ältere und pflegebedürftige Menschen begleiten, betreuen und pflegen. Gottesdienst mit Erzbischof Herwig Gössl Für die Einweihung der Schwesternklausur nahm Erzbischof Herwig Gössl die Segnung der neuen Räume und der dazugehörigen Kapelle vor. Bürgermeister Thomas Söder, Diözesan-Caritasdirektor Michael Endres sowie Domvikar Gerd-Richard Neumeier als Aufsichtsratsvorsitzender der Caritas begleiteten die Einweihung. Im Anschluss an den Gottesdienst und die Segnung kamen die Beteiligten zu einem gemeinsamen Mittagessen im Caritas-Seniorenzentrum St. Kilian zusammen. Die Begegnung machte die enge Verbindung von Kirche, Caritas und Stadt sichtbar. Für die Schwestern ist Hallstadt zugleich eine Erweiterung ihrer bereits bestehenden Präsenz in der Region. Schon in Eggolsheim und Gaustadt gibt es Schwesternklausuren der Ordensgemeinschaft. Auch dort arbeiten die Ordensschwestern in Caritas-Senioreneinrichtungen.

Simone Koch, Lucas Sauerschell, und Sebastian Basler von der Bewohnervertretung des “Wohnen für Erwachsene” in Lichtenfels fuhren Anfang Juli nach Zell, um am Fachtag Bundesteilhabegesetz teilzunehmen. Menschen mit und ohne Behinderung sprachen in Arbeitskreisen gemeinsam über Selbst-Bestimmung. Die Impulse werden die drei bei in die nächste Bewohnervertretungssitzung einbringen.

Gemeinsam haben die Bewohnenden und die Mitarbeitenden sich an die Arbeit gemacht, den Vorgarten des Wohnheims St. Elisabeth in Lichtenfels neu zu gestalten. Unter dem Motto „Gemeinsam packen wir es an!“ wurde gemeinsam geharkt, gegraben und neu angesät. Mit vereinten Kräften wurden die alten Gehölze gerodet und die oberste Schicht abgetragen. Im Anschluss wurde neuer Rasen gesät. Bei einer gemeinsamen Brotzeit belohnten sich die fleißigen Gärtnerinnen und Gärtner mit kühlen Getränken und leckeren Brötchen. Alle freuen sich nun auf die neuen Sitzbänke unter der alten Linde.

Unter dem Titel "Pflege - Wer zahlt die Rechnung?" hat Thomas Hergt, Prokurist und Kaufmännischer Leiter der Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde, beim Cari-Talk auf dem Heinrichsfest rund um den Bamberger Dom am 12. Juli Rede und Antwort gestanden. Im Garten des Generalvikariates wurde er von Anja Münzel vom Regionalcaritasverband Bamberg-Forchheim zum Thema Finanzierung der Pflege interviewt. Die Interviewpartner sprachen über die Kosten einer Heimunterbringung, Pflegequalität und die Zukunft des Pflegeberufs. Hergt wies darauf hin, dass gute Arbeitsbedingungen unabdingbar sind, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken: "Dazu gehören verlässliche Dienstpläne, genügend Kolleginnen und Kollegen im Team, Zeit für gute Pflege und Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf", sagte er. "Ebenso wichtig ist gesellschaftliche Wertschätzung. Pflege ist einer der anspruchsvollsten und verantwortungsvollsten Berufe überhaupt." Der Politik gab er folgende Botschaft mit: "Pflege ist keine Randfrage der Sozialpolitik, sondern eine der zentralen Zukunftsaufgaben unseres Landes. Wir brauchen eine nachhaltige und generationengerechte Finanzierung, die sowohl Pflegebedürftige als auch ihre Angehörigen spürbar entlastet und gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sichert."

Bewohner*innen des "Wohnen für Erwachsene" des Heilpädagogisches Zentrum Lichtenfels lernen "Erste Hilfe" "Das Schlimmste, was man in der Ersten Hilfe falsch machen kann, ist, nichts zu tun." Dies sagte Frau Uhlmann, die am heutigen Freitag extra für unsere angemeldeten Bewohner einen Erste-Hilfe-Kurs anbot. Lange hatten es sich viele Klienten gewünscht und da Frau Uhlmann den Kurs für die Mitarbeitenden so toll gestaltete, fragten wir einfach mal an, ob es die Möglichkeit gibt, dass unsere Bewohner ebenfalls von ihrem Erste-Hilfe-Wissen profitieren. Und es war perfekt, alle waren gut gelaunt, interessiert, wissbegierig und machten wunderbar mit. Von 9 bis 15 Uhr incl. einer kurzen Pause mit einem leckeren Mittagessen war die Aufmerksamkeit bei den Meisten ungebrochen. Wir bedanken uns bei unseren tollen Bewohnern und natürlich auch bei Fr. Uhlmann.

Am 1. Juli eröffnete das neue Haincafé im Caritas-Pflegezentrum St. Otto seine Türen. Bei einer erfolgreichen „Generalprobe“ zuvor hat das Team des Café Villa Remeis zum ersten Mal am neuen Standort im Hain seine leckeren Kuchen und Torten verkauft. Erste Gäste waren neben Mitarbeitenden des SKF und des Pflegeheims der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl, Generalvikar Prälat Georg Kestel und der zweite Bamberger Bürgermeister Jonas Glüsenkamp. Alle drei betonten, wie sehr sich freuen, dass sich das SKF und das Caritas-Pflegeheim zusammengetan haben, um dem Café während der dreijährigen Renovierungszeit der Villa Remeis am Rothenberg ein neues Zuhause zu geben. „Das Café ist berühmt für seine guten Kuchen und ich hoffe, dass viele Menschen den Ort aufsuchen werden“, sagte Erzbischof Herwig Gössl. „Das Café ist ein inklusiver Begegnungsort für alle Menschen, die im Hain unterwegs sind“, ergänzte Jonas Glüsenkamp, zweiter Bürgermeister der Stadt Bamberg. Die Verantwortlichen vom SkF und der Caritas gGmbH waren zufrieden mit der Generalprobe: „Es ist ein ganz großer Gewinn für alle Beteiligten und wir arbeiten super zusammen“, freute sich Barbara Blecha, Einrichtungsleiterin des Pflegeheims St. Otto. Seit dem 1. Juli hat das Haincafé mit rund 45 Plätzen von mittwochs bis sonntags für jedermann geöffnet. Unter der Woche werden ab 13 Uhr, am Wochenende bereits ab 12 Uhr Kaffee, Kuchen und alkoholfreie Getränke serviert. Bei schönem Wetter auch auf der Außenterrasse. Am Wochenende hat das Café ein Mittagsgericht im Angebot. „Das kann eine Quiche oder ein Eintopf sein“, sagt Simone Stroppel, Geschäftsführerin des SkF. Wichtig ist ihr zu betonen, dass Gutscheine für das Café Villa Remeis auch im neuen Haincafé eingelöst werden können. Weitere Infos hier: www.haincafe.de Fotos: Michael Gründel